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Die geplante EU-Richtlinie zum Urheberrecht auf Online-Plattformen vergrault Wähler, meint Samuel Jackisch. Vor allem in Deutschland wird damit der Protest gegen das handwerklich schlecht gemachtes Gesetz angeheizt.

Ein Kommentar von Samuel Jackisch, ARD-Studio Brüssel

Viel zu lange haben sich deutsche und europäische Gesetzgeber um ein Urheberrecht herumgemogelt, das die Existenz des Internets anerkennt und seine größten Akteure - also Tech-Konzerne wie Google und Facebook - in die Pflicht nimmt. Das ist Konsens, selbst unter den Kritikern der geplanten Reform.

Autoren, Fotografinnen, Komponisten oder Filmschaffende sollen mehr als nur ein paar Krümel abbekommen vom Kuchen, den YouTube, Instagram und Konsorten mit der Kreativität von Künstlern backen, um ihn anschließend allein aufzuessen. Diese Erwartung löst die vorliegende Reform nicht ein. Denn eine Pflicht für Presse-, Musik- und Filmindustrie, das von Google und Co künftig eingesammelte Geld tatsächlich an Künstler und Kreative umzuverteilen, diese Stelle sucht man im Text vergeblich.

Ebenso fehlt eine qualitative Toleranzschwelle von Urheberrechtsbrüchen: Es ist eben nicht dasselbe, wenn eine 14-jährige Harry-Potter-Anhängerin eigene Geschichten über ihren Lieblingszauberer verfasst, während ein anderer auf derselben Plattform komplette Potter-Filme zugänglich macht und daraus auch noch Profit schlägt. Ebenso sollte es einen rechtssicheren Unterschied machen, ob ein und dasselbe geschützte Foto auf dem Referat-Handout eines Mittelschülers landet oder auf einem Influencer-Kanal mit Millionen Abonnenten.

Einkünfte umlenken statt stumpf löschen

Drittens verpasst die Reform die Gelegenheit, selbst durch zweifelsfrei grobe Urheberrechtsverletzungen die Vielfalt des Netzes zu erweitern statt sie zu beschneiden. Beispielsweise durch einen Mechanismus, der potentielle Verstöße nicht stumpf löscht, sondern die mit ihnen erwirtschafteten Einkünfte auf rechtmäßige Urheber umlenkt - so wie es YouTube bereits heute praktiziert.

Stattdessen diskutieren Kritiker und Befürworter der Reform seit nunmehr drei Jahren nicht über den Gesetzestext selbst, sondern über dessen mögliche, wahrscheinliche und vermutliche Folgen - also meilenweit aneinander vorbei. Daran erkennt man ein handwerklich schlecht gemachtes Gesetz.

Vergraulen von pro-europäischen Wählern

Besonders enttäuschend aber ist die Ignoranz, mit der ihre Autoren die Urheberrechtsreform selbst wohlmeinend formulierter Kritik zum Trotz vorantreiben. Nach dem Motto: "Wir sind die einzigen Erwachsenen im Raum und alle Kritiker nur zornige Kinder aus dem Internet, auf die zu hören töricht wäre." Wenn man Politikverdrossenheit züchten möchte, dann so.

Kurz vor der Europawahl vergrault die Mehrheit des Europäischen Parlaments eine überwiegend junge pro-europäische Wählergruppe. Ihr bleibt der Eindruck, dass andere über Gesetze von für sie zentraler Bedeutung entscheiden: nämlich lobbygelenkte Schreibtischtäter mit Faxgeräten im Büro und einer eigenen Referentin für den Twitter-Account.

Europa braucht eine Urheberrechtsreform, sogar sehr dringend - aber nicht diese. Denn die vorliegende Reform, über die das Europäische Parlament in der kommenden Woche abstimmen soll, richtet mehr Schaden an als sie beseitigt. Nicht durch das, was drinsteht, sondern durch das, was fehlt.


Quelle: Tagesschau Wirtschaftskommentar


Microsoft hatte am 19. März 2019 für einige Stunden ein weltweites Problem mit seinen Virenschutzlösungen.
Dieses Problem betraf die gesamte Palette (Windows Defender, Microsoft Security Essentials, System Center Endpoint Protection) auf Servern (2008..) und Desktops unter Windows 7 und Windows 8.
Windows 10 war merkwürdigerweise nicht betroffen.
Der Echtzeitschutz schaltete sich automatisch ab, auch eine Überprüfung war nicht mehr möglich.
Fehlerhafte Signaturdefinitionen bewirkten einen Absturz der MsMpEng.exe.
Erste Probleme (bzw. Meldungen) traten am zeitigen Vormittag gegen 9 Uhr auf.
Um 16:40 Uhr wurde die fehlerhafte Definitionen 1.289.1521.0 vom WSUS zurück gezogen und am späten Abend durch Definition 1.289.1587.0 ersetzt.

Quelle: Heise Security


Windows lebt.
Dieser Satz galt nie so sehr wie bei Windows 10.
Die fortlaufende automatische Aktualisierung des Betriebssystems ist Segen und Fluch zugleich.

Ein Bericht der kleinen täglichen Ärgernisse.

• 02/2019 - Heise warnt vor MS Updates. Microsoft hat die Qualitätssicherung aufgegeben.
  Ab sofort gilt: es handelt grob fahrlässig, wer Windows Updates gleich installiert.

• 01/2019 - endlose Probleme mit Bugs in den Updates, Ausfälle der MS Clouddienste inclusive Microsoft365.

• 12/2018 - Upgrade 1809 deaktiviert das Administrator-Konto.

• 11/2018 - Netzlaufwerke werden beim Start oder im Betrieb nicht sauber eingebunden (rotes "X").

• 11/2018 - die MS Aktivierungsserver fallen aus. Plötzlich melden bestehende Installationen, dass sie nicht aktiviert sind, und fallen zurück auf Windows 10 Home oder N.

• 11/2018 - die Dateizuordnung zu Applikationen ist nach einem Update in allen Windows 10 -Versionen fehlerhaft.

• 10/2018 - Funktionsupdate 1809 löscht Userdateien und hat so viele Bugs, dass das Update für mehr als 4 Wochen zurück gezogen wird.

• 05/2018 - Funktionsupdate 1803 deaktiviert den Comuterschutz (Systemwiederherstellung). Der Schnellstart (Hybridmode) wird automatisch beim Update aktiviert.

• 05/2018 - Funktionsupdate 1803 für Maschinen mit verschiedenen Intel- und SAMSUNG-SSD wird vorerst gestoppt. Lange Liste anfänglicher Fehler.

• 11/2017 automatisches Treiber-Update killt AMD Grafiktreiber.

• 11/2017 - Build 1511 hat nun als zweite Built das Supportende erreicht und MUSS aktualisiert werden.

.... und vieles mehr ....


Nachdem sich die verschiedenen EU-Gremien auf die Urhebrrechtsreform geeinigt haben, geben die Gegner nicht auf.
Bei einer ersten Straßendemonstration in Köln kamen trotz äußerst kurzer Vorlaufzeit mehr als 1000 Demonstranten zusammen.

Dies soll der Auftakt zu europaweiten Aktionen sein.
Über die Straßendemonstration soll den EU-Abgeordneten vor der Europawahl im Mai gezeigt werden, dass insbesondere junge Wähler ihre Stimme von der Entscheidung zu der Urheberrechtsreform abhängig machen. Insbesondere eine Partei wurde von den Teilnehmern aufs Korn genommen:
Die Demonstranten skandierten immer wieder: "Nie wieder CDU".

Nach dem erfolgreichen Auftakt wollen die Organisatoren an weiteren Aktionen arbeiten.
So soll am Anfang kommender Woche die Online-Petition gegen Upload-Filter, die bereits über 4,7 Millionen Unterschriften gesammelt hat, an Vertreter der Bundesregierung übergeben werden. Für den 23. März wollen die Gegner der Urheberrechtsreform europaweit Straßendemonstrationen organisieren, um in letzter Minute die Annahme des Kompromisses durch das Europaparlament zu verhindern.
Quelle: Heise News


Unser Angebot - Ihr externer Datenschutzbeauftragter.

Der Umfang hängt erheblich davon ab, welche Voraussetzungen vorhanden sind (z.B. Firmengröße, Art der verarbeiteten Daten, Datenschutzdokumente, Sicherheitskonzepte, Verfahrensverzeichnis, vorhandene Schulungen und Dienstanweisungen) und welche Leistungen Sie selbst erbringen möchten.
Zunächst fallen Kosten für die Analyse der Ausgangssituation sowie der anschließenden Schaffung des erforderlichen Datenschutzniveaus an. Hier kann der Leistungsbedarf je nach Unternehmen sehr verschieden bemessen sein. Die Abrechnung erfolgt überwiegend auf Stundenbasis.

Ist das Datenschutzniveau erreicht, übt der externe Datenschutzbeauftragte fortan seine Kontrollfunktion aus und steht als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt monatsbezogen pauschal oder auf Basis der erbrachten Einzelleistungen.
Die Kosten betragen je nach Umfang ab ca. 150,- EUR p.m. Netto.


Jeden Monat erschrecken den Anwender neue Virenmeldungen, und ein Ende ist nicht in Sicht.
Vor Viren schützt man sich mit einem aktuellen System, gut gepatchter Software, mit Virenschutz, eingeschränkten Nutzerrechten und einem guten Backup.
Doch das Hauptrisiko bleibt der Mensch.

Die meisten Viren erreichen den Nutzer über E-Mails, und diese sehen inzwischen täuschend echt aus.
Kaum noch Mails mit schlechtem Deutsch, dafür aber genaue Ansprache und Detailkenntnisse über die Zielperson.

Wie schütze ich mich als Anwender vor diesen Mails?
Ist die Mail z.B. die ersehnte Bewerbung oder ist es ein fieser Angriff?

1. Öffnen Sie keine Dateianhänge, bei denen Sie nicht sicher sind.
  Gegebenenfalls rufen Sie den Absender zurück.

2. Speichern Sie unklare Dateianhänge auf Ihrer Festplatte, ohne sie zu öffnen.
   Ein eventueller Virus würde erst beim Öffnen der Datei ausgeführt werden.

3. Laden Sie die verdächtige Datei zur Überprüfung zu VirusTotal (https://www.virustotal.com/de/).
   VirusTotal ist ein kostenfreier Online-Virenscanner, der von Google betrieben wird.

Wie das geht und welche Vorteile und Risiken das birgt, erklärt dieser Artikel.

Aktuelle Meldung des BSI: