Adobe hat im Oktober 2019 angekündigt, alle Nutzerkonten in Venezuela zu deaktivieren.

Trump hatte im August die Exekutivanweisung 13884 erlassen, die quasi jeglichen Umgang mit Venezolanern verbietet.
Adobe bietet seit Jahren die meisten Produkte wie Photoshop, Indesign oder Lightroom nur noch als Cloud-Abo an.
Nutzer aller Adobe-Programme in Venezuela haben nur noch bis zum 28. Oktober Zeit, ihre Dateien zu sichern. Danach werden alle Konten gelöscht.

Adobe sah sich zunächst nicht einmal in der Lage, Nutzern bereits gezahlte Abogebühren rückerstatten zu können. Im Prinzip wäre das konsequent, weil Rückerstattungen eben auch „Transaktionen“ sind. Trotzdem änderte Adobe seine Haltung: Man werde alle Gebühren Ende Oktober zurückerstatten, die direkt an das Unternehmen für künftig nicht mehr nutzbare Lizenzen gezahlt wurden.

Buchstäblich im letzten Augenblick konnte Adobe Ende Oktober die angedrohte Deaktivierung aller Benutzerkonten für seine Dienste in Venezuela stoppen. Das Unternehmen erhielt von der US-Regierung die Erlaubnis, sein Angebot in dem südamerikanischen Land aufrecht zu erhalten.


Jahrzehnte lang dominierten IT-Produkte aus dem Silicon Valley den Weltmarkt und bauten ihre Führung zu unangefochtenen Monopolen aus.
Doch mit dieser Order zeigt die USA der ganzen Welt, dass auf Produkte Made in USA kein Verlass ist – insbesondere, wenn es sich um Angebote wie „Software as a Service“ handelt. Denn wenn diese per Präsidentenerlass über Nacht einfach abgeschaltet werden können, wird es jeder klar denkende Kunde künftig vermeiden, seine Existenz daran zu knüpfen.


Quellen:
heise.de/ct/artikel/Adobe-drohte-die-Abschaltung-seiner-Creative-Cloud-in-Venezuela-4563862.html

heise.de/newsticker/meldung/Venezuela-Adobe-darf-seine-Dienste-doch-weiter-anbieten-4570347.html

Posted: 03.01.2020


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