Das Versprechen, Cloud Computing sei genau das richtige, um alle IT-Probleme in den Unternehmen ein für alle Mal zu lösen, ist vor ein paar Jahren in den großen Marketing-Abteilungen entstanden.

Dabei spielen Sicherheitsfragen, Verfügbarkeit der eigenen Daten und nicht zuletzt die oft nicht verfügbare Bandbreite eine große Rolle. Der schleppende Breitbandausbau desillusioniert viele Firmen und verbietet dort das Cloud-Konzept von vornherein.

Natürlich sind Cloud-Lösungen meist redundant ausgelegt und haben riesigen Rechenpower, aber meinen wir das mit "Sicherheit"?

Wie sieht es aus, wenn ich den Anbieter wechseln will oder der einfach sein Cloud-Konzept einstellt?
Die GoBD verpflichtet mich beispielsweise zur Aufbewahrung von Büchern und Unterlagen in der originären Form.
Zahle ich also 10 Jahre weiter für ein nicht mehr verwendetes Buchhaltungsprogramm? Ja,- ich kenne Beispiele dafür.

Kann ich beweisen, dass meine Daten die EU nicht verlassen? Ansonsten wird es bereits bei Personendaten (Adressbuch) eng.

Wer hat Zugriff auf meine Daten und was geschieht damit? Man denke an seine Konkurrenz im In- und Ausland.

Die automatische Nutzung der neusten Funktionen klingt gut. Aber habe ich den Funktionsumfang noch in der Hand? Was, wenn morgen eine dringend benötigte Funktion, ein Bericht oder ein Datenformat eingestellt wird?

Gescheiterte Abbo-Umstellungen führen zu Verfügbarkeits- und Datenverlust. (CT 7/2016 S.64f)

Sicher kann man einige dieser Fragen mit Verträgen klären, wenn man eine ernst genommene Firmengröße hat.

Ich teile die Meinung des Security Insiders: So wenig IT outsourcen wie möglich.

Published: 01.09.2015


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