Alle Telefon-Carrier stellen zur Zeit ihre Telefonanschlüsse auf "All-IP" um.
Leitungsvermittelte ISDN- und Analoganschlüsse werden zurück gebaut und durch eine reine paketvermittelte Datenverbindung über das Internet ersetzt.
Die Übermittlung aller Informationsarten wie Daten, Sprache und Video wird über das Internet Protocol (IP) vereinheitlicht.
-> All-IP-Anschluss

Regionale Vermittlungsstellen werden durch zentrales virtuelles Routing ersetzt. Softwarefehler in diesen neuralgischen Knoten führten 2015/2016 mehrfach zu bundesweiten Ausfällen des IP-Netzes.
Fehler wirken sich jetzt nicht mehr regional aus, sondern großflächig.

Festnetz-Telefonie im IP-Netz ist nur noch möglich bei funktionierendem Internet.

Mit dem Rückbau des separaten Telefonnetzes werden bestehende Standleitungen gekündigt und auf VPN-Verbindungen über Internet umgestellt. Das betrifft auch die Verbindungen der kritischen Infrastrukturen wie Wasserversorgung, Energie usw.

Im ISDN-Netz wurde die Stromversorgung bis zum Endgerät von der Vermittlungsstelle eingespeist, notfalls mit Notstromversorgung.
Bei lokalem Stromausfall funktioniert ein ISDN-Telefon oder ein Analogtelefon meist weiter.

Im All-IP-Netz müsste der lokale VoIP-Router eine eigene (Not)stromversorgung besitzen. Ist der Straßenzug stromlos, funktioniert der DSLAM nicht mehr, da der keine Notstromversorgung besitzt.
Bei Stromausfall ist also keine Festnetz-Telefonie möglich.

Hinzu kommt, dass auch die Notstromversorgung der Mobilfunkmasten in den letzten Jahren zurück gebaut wurde. "Unwichtige" Mobilfunkmasten verfügen über keine Notversorgung und werden sofort herunter gefahren. Andere Funkzellen arbeiten je nach Alter, Anbieter und Standort wenige Minuten bis meherer Stunden.

Das Internet ist extrem anfällig gegen Angriffe von Hackern, staatlicher Kriegsführung, Überlastung und andere Strukturschwächen.
Die ständig wachsende Einbindung von unterschiedlichsten Strukturen in das Internet erzeugt hier einen gefährlichen neuralgischen Punkt.

Bei einem einfachen Stromausfall gibt es nach kurzer Zeit keine Kommunikationsmöglichkeit mehr über Telefon oder Internet.

UKW-Radio ist tot und der Nachfolger DAB+ steht in den Startlöchern. Aber kann es sich durchsetzen? Ich denke, das Radio der Zukunft streamt über das Internet. Das bedeutet, im Katastrophenfall ist kein Radioempfang möglich.

Fernsehen kennt momentan noch 3 Verbreitungswege: Satellit, DVB-T und das Internet. Tendenz zum Internet eindeutig steigend.
Alles setzt auf eine einzuge Struktur.

Published: 26.08.2017


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