Immer wieder tauchen in den Medien Berichte auf, dass von Unbekannten unberechtigt fremde Heizungen geregelt werden, Überwachungskameras übernommen werden oder dass der eigene Toaster Moskau angreift.

Mit zunehmender Verbreitung der intelligenten Haustechnik wird dieses Szenario immer realistischer und bedrohlicher.

Dabei gibt es ein paar einfache und effektive Maßnahmen dagegen.

1. Kontrolle über den eigenen Router

Der Internetzugang ist von zentraler Bedeutung. Natürlich muß ich die Passworte zum eigenen Router besitzen und ein entsprechend sicheres Passwort selbst vergeben.
Auch wenn es unbequem ist: im Router hat UPnP nichts zu suchen. Diese Funktion erlaubt es beliebigen Geräten, automatisch und ohne mein Zutun Löcher in die Firewall des Routers zu bohren. Schalten Sie es ab.

2. Keinen eingehenden Internet-Verkehr zulassen

Es ist einfach und cool: ich kann von Unterwegs auf meine Lampe zugreifen! Sicher ein bewußt blödes Beispiel. Aber auch beim NAS, bei der Webcam, der Heizung oder der Solaranlage sollte ich mich fragen: brauche ich das wirklich unterwegs?
Wenn ja: bitte mit einem VPN-Tunnel vom Heimnetz zum Mobilgerät lösen.
Es ist keine gute Lösung, den Anbietern meiner Geräte mein Haus anzuvertrauen.
Mit einem VPN dehne ich praktisch mein privates Netz bis zum Mobilgerät aus und überlasse meine Haustürschlüssel keinem Dritten.

3. Ausgehenden Internetverkehr einschränken

Muß mein NAS ins Internet? Nein.
Muß meine Heizungsanlage ins Internet? Bitte nein. Es gab Anbieter, die machten die Garantie von einem offenen Wartungszugang zum Kunden abhängig. Anbieter die das nicht über VPN lösen, haben nichts an meiner Haustechnik zu suchen.
Wie oben gesagt: ich selbst kann meine Technik über VPN erreichen, ohne dass sie offen ist für Andere.
Und vielleicht muß ich auch mal kurzzeitig die Firewall im Router öffenen, um Updates zu installieren.

Aber prinzipiell kann ich mit diesen einfachen Maßnahmen meine eigene Sicherheit gehörig erhöhen.
Dabei ist es egal, wie unsicher die Geräte selbst sind.
Ich gebe ihnen keine Chance dazu.

Published: 16.01.2017


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