Eine Schutzfunktion im Linux-Kernel sollte vor der Hardware-Lücke Spectre-V2 schützen, hat wohl aber mitunter zu starken Einfluss auf die Rechengeschwindigkeit.

Aus diesem Grund hat sich Linux-Chefentwickler Linus Thorvalds dazu entschieden, die Schutzfunktion im nächsten Kernel nicht zu aktivieren.
Es ist immer noch strittig, wie groß das Risiko dieser Lücke in der Praxis ist.
Die Performance-Einbußen seien zu groß und das Risiko zu theoretisch, um eine solche Schutzfunktion für alle Nutzer einzuschalten, so Torvalds.
In Benchmarks einiger Beobachter, etwa beim Linux-Hardware-Portal Phoronix, ist von 40 bis 50 Prozent Leistungsverlust die Rede, wie immer bei Meltdown- und Spectre-Patches kommt dies allerdings sehr stark auf die Art der Arbeit an, mit der die CPU beschäftigt wird.

Microsoft hat die Sicherheitslücke für ausgewählte neuere Prozessoren mit einem optionalen Update in den Windows 64-bit Versionen geschlossen.
Auch hier ist der Schutz also optional und keineswegs durchgehend.

Quelle: Heise Security

Posted: 23.11.2018


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