Windows

Das niederländische Ministerium für Sicherheit und Rechtbeauftragte Spezialisten mit der Prüfung, ob die eingesetzte Software die Privatsphärenvorgaben im Hinblick auf öffentliche oder gesetzliche Vorgaben erfüllen.
Die Ergebnisse dieser Data Protection Impact Assessment (DPIA) sind alarmierend. Microsoft sammelt und speichert personenbezogene Daten über das Verhalten einzelner Mitarbeiter in großem Umfang ohne jegliche öffentliche Dokumentation.

Hier einige Punkte:

  • Microsoft sammelt systematisch und in großem Umfang Daten über die individuelle Nutzung von Word, Excel, PowerPoint und Outlook. Heimlich, ohne die Leute zu informieren. Microsoft bietet keine Wahl in Bezug auf die Datenmenge, die Möglichkeit, die Sammlung auszuschalten, oder die Möglichkeit, zu sehen, welche Daten gesammelt werden, da der Datenstrom verschlüsselt ist.
  • Ähnlich wie bei Windows 10 hat Microsoft in die Office-Software eine separate Software integriert, die regelmäßig Telemetriedaten an ihre eigenen Server in den USA sendet. Microsoft sammelt beispielsweise Informationen über Ereignisse in Word, wenn Sie die Rücktaste mehrmals hintereinander verwenden, was wahrscheinlich bedeutet, dass Sie die korrekte Schreibweise nicht kennen. Aber auch der Satz vor und nach einem Wort, den Sie im Online-Rechtschreibprüfung oder Übersetzungsdienst nachschlagen.
  • Microsoft sammelt nicht nur Nutzungsdaten über den eingebauten Telemetrie-Client, sondern erfasst und speichert auch die individuelle Nutzung von Connected Services. Wenn Benutzer beispielsweise über die Office-Software auf einen Connected Service wie den Übersetzungsdienst zugreifen, kann Microsoft die personenbezogenen Daten über diese Nutzung in sogenannten systemseitig generierten Ereignisprotokollen speichern.
Microsoft bietet zudem Dienste über das Internet an, die in Office 365 (und auch Office 2016 und 2019) prominent beworben und heraus gestellt werden. Aus technischer Sicht ist es aber unvermeidlich, dass Nutzer Microsoft Daten wie den Header ihrer E-Mail und ihre IP-Adresse zur Verfügung stellen müssen, um die Dienste nutzen zu können. Das alleine sind aber schon persönliche Informationen, die nach DSGVO ohne explizite Zustimmung des Benutzers nicht verarbeitet und gespeichert werden. Wer also Office 2016 in Firmen einsetzt, verstößt als DSGVO-Verantwortlicher gegen die DSGVO.

Am 7.11.2018 häuften sich Meldungen, dass die Microsoft-Aktivierungsserver nicht erreichbar sind.
Microsoft bestätigt die Panne und spricht von voraussichtlich 1-2 Tagen Ausfallzeit.
OK, es kann überall mal ein Server ausfallen.
Aber eine so kritische Infrastruktur wie der MS Aktivierungsserver?
Und so lange??
Peinlich.

Am 8.11.2018 häuften sich Meldungen, dass Windows 10 -Installationen ihre Lizenz verlieren und auf Home-Edition zurück fallen.
Ich hatte auch am 9.11.2018 noch reihenweise Win10 Prof -Installationen ohne gültiger Lizenz.
Das ist schon mehr als peinlich.

Nun mache ich mir Gedanken:
• So einfach ist es möglich, dass Microsoft alle laufenden Windows 10- Installationen deaktiviert?
• Windows 10 fragt praktisch täglich seine Lizenz online ab?
• Was passiert mit den Lizenzen bei PCs in kritischer Infrastruktur, die keinen Kontakt zum Internet haben?

OEM`s sind seit November 2018 nicht mehr berechtigt, entsprechende Preloads von Windows 7 Professional vorzunehmen.
Der Endkunde darf lizenzrechtlich dennoch ein Downgrade ausführen, benötigt hierfür aber selbst einen Datenträger und einen Key.
Dieser wird nicht mehr durch die OEMs bereitgestellt.


Es macht auch nicht mehr viel Sinn, Windows 7 auf neuen PCs zu installieren.
Am 14. Januar 2020 endet der MS Extended Support für Sicherheitsupdates.
Der Standard-Support für Updates endete bereits im Januar 2015.


Microsofts Server merken sich auch ohne Microsoft-Konto, welche Apps man unter Windows 10 installiert – offenbar anhand einer Hardware-Kennung.
Besucht man unter Windows 10 den MS Store, kommt man ins Staunen.
Auch ohne ein MS-Konto werden hier alle installierten Apps und Verläufe aufgelistet (siehe Screen von Borncity).

Ich war erstaunt, wie viel Mist dort läuft, ohne dass ich jemals den AppStore mit diesem PC betreten hatte.
Hier aktualisieren sich munter die unsinnigsten Programme und belegen die oft knappe Internet-Bandbreite.
Die Identifizierung erfolgt offensichtlich über eine Hardware-ID, wahrscheinlich ist das auch die ID für die Aktivierung des Betriebssystems.
Man bekommt einen kleinen Einblick, wie "gläsern" der PC gegenüber MS ist, auch wenn man denkt, dass man alles richtig macht.
Das Betriebssystem soll seine Daten lokal auf dem PC behalten und ohne ständigen Onlineaustausch arbeiten.
Diese Voraussetzungen erfüllt Windows 10 nicht.


Windows lebt.
Dieser Satz galt nie so sehr wie bei Windows 10.
Die fortlaufende automatische Aktualisierung des Betriebssystems ist Segen und Fluch zugleich.

Ein Bericht der kleinen täglichen Ärgernisse.

• 11/2018 - Netzlaufwerke werden beim Start oder im Betrieb nicht sauber eingebunden (rotes "X").

• 11/2018 - die MS Aktivierungsserver fallen aus. Plötzlich melden bestehende Installationen, dass sie nicht aktiviert sind, und fallen zurück auf Windows 10 Home oder N.

• 11/2018 - die Dateizuordnung zu Applikationen ist nach einem Update in allen Windows 10 -Versionen fehlerhaft.

• 10/2018 - Funktionsupdate 1809 löscht Userdateien und hat so viele Bugs, dass das Update für mehr als 4 Wochen zurück gezogen wird.

• 05/2018 - Funktionsupdate 1803 deaktiviert den Comuterschutz (Systemwiederherstellung). Der Schnellstart (Hybridmode) wird automatisch beim Update aktiviert.

• 05/2018 - Funktionsupdate 1803 für Maschinen mit verschiedenen Intel- und SAMSUNG-SSD wird vorerst gestoppt. Lange Liste anfänglicher Fehler.

• 11/2017 automatisches Treiber-Update killt AMD Grafiktreiber.

• 11/2017 - Build 1511 hat nun als zweite Built das Supportende erreicht und MUSS aktualisiert werden.

• 10/2017 - Fall Creators Update 1709 legt Installationen lahm, weil der (fremde) Antivirus läuft. TEMP-Variablen werden auf Default zurück gesetzt.

• 04/2017 - Das Creators-Update 1706 setzt Standard-Apps zurück und fragt Datenschutzeinstellungen neu ab.

.... und vieles mehr ....


Zukünftig werden Drucker- und Scanner-Treiber nicht mehr mit dem Betriebssystem ausgeliefert.
Die Treiber lassen sich ab Windows 10- Version 1809 bei Anschluss eines Geräts über Windows Update nachinstallieren.

Plug and Play funktioniert nun nur noch bei einer aktiven Internet-Verbindung.
Windows 10 nötigt den Nutzer an vielen Stellen zu einer aktiven Internetverbindung und wird damit im Sicherheitsbereich immer weniger anwendbar.

Wie erste Quellen berichten, hat Microsoft das Rollout des Funktionsupdate vorübergehend vollkommen gestoppt.
Nach ersten Berichten löscht das Update Nutzerddaten und wurde deshalb wieder zurück gezogen.

Es ist wieder so weit,- seit 2.Oktober 2018 rollte Microsoft das Funktionsupdate 1809 aus.
Das Rollout hat bereits begonnen, wie gewohnt wird das Update in Wellen ausgerollt.
Und wieder wird das Rollout nach wenigen Tagen wegen gravierender Fehler gestoppt: das Funktionsupdate löscht Dateien.

Wie üblich sollte vor dem Update ein Backup erstellt werden und der (Fremd-) Virenscanner zumindest deaktiviert werden.
Verschlüsselte Festplatten müssen ggf. vor dem Update enschlüsselt werden (bei Bitlocker nicht erforderlich).

Einige interessante Neuerungen sind:
  • Die Zwischenablage wurde verbessert und kann mehrere Informationen (z.B. Text und Bilder) aufnehmen. Über ein Microsoft-Konto lässt sich der Inhalt ab dieser Version zwischen mehreren Geräten teilen. (Vorsicht bei Passworten in der Zwischenablage!!)
  • Verbesserte Datenträgerbereinigung "Storage Sense" kann automatisch Speicher auf dem System freigeben.
  • Standardtreiber für Scanner und Drucker sind nicht mehr im System, sondern werden bei Bedarf über Windows Update geladen.

Windows Server Versionen

in der Kurzübersicht.


Der Extended Support (Sicherheitsupdates) von Windows 7 läuft 01/2020 endgültig aus.

Windows 8 wird jetzt schon langsam still gelegt.
Der Standardsupport von Windows 8 ist bereits abgelaufen.

Welche Alternativen gibt es (im Windows-Bereich)?

Hier finden Sie die Aufstellung aller Versionen.


 
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