Windows Server Versionen

Kurzübersicht der Windows Server Versionen
mit Supportdauer und Merkmalen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Windows Server 2022 (NT10, Win10 21H2)

Support: 18.08.2021 - 13.10.2026 (Extended: 14.10.2031)

64 - bit
Editionen: Server 2022 Standard, Essentials, Datacenter und Datacenter Azure Edition

  • HTTPS mit TLS 1.3 als Standard
  • Verschlüsseltes DNS über HTTPS
  • SMB AES-256 Verschlüsselung
  • Azure Arc: Verwaltung von Cloud Diensten
  • keine Unterstützung für Abo-basierte MSOffice-Versionen auf Terminalserver
  • Microsoft Chromium Edge als Standard Browser vorinstalliert
  • aktiviertes TPM erforderlich
  • Windows Server 2022 Cals sind auch für Windows Server 2019 und älter nutzbar
  • Installer erstellt 4 Partitionen, Widerherstellungspartition nach LW C:. Damit kann LW C: nicht nachträglich mit Bordmitteln vergrößert werden.
  • Essentials ist physisch nur noch auf 1 CPU/10 Core eingeschränkt, sonst technisch identisch zur Standard Edition

Windows Server 2019 (LTS, 1809)

Support: 13.11.2018 - 09.01.2024 (Extended: 09.01.2029)

64 - bit

• Windows Server 2019 Standard sowie dessen CALs sind um 10% teurer geworden als die Server 2016 Produkte

• Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP) enthalten

• verbesserte Azure- und Cloud-Anbindung, Cloud-Sicherung und -Notfallwiederherstellung

• Terminalserver: Office 2019 LTSC oder Office 365 ProPlus (Abo)

• Windows Server 2019 Cals sind auch für Windows Server 2016 und älter nutzbar

• Softwaredefinierte Speicher und Netzwerke

• Windows Server 2019 RDS Cals sind auch für Windows Server 2016 und älter nutzbar, hier muss jedoch die Microsoft Aktivierungshotline kontaktiert werden: 0800/2848283

Windows Server 2016 (LTS, NT 10.0, 1607)

Support: 10/2016 - 01/2022  (Extended: 10.01.2027)

64 - bit

• skalierbar bis 512 CPUs, 24 TB RAM

• Neues Lizenzmodell nach Anzahl der CPU-Cores,
  Funktionsunterschiede im DataCenter

• IIS 10

• Neu: Server Container (Docker), Nano Server

+ Remote Desktopdienste unterstützen Open GL

• Verbesserungen im Speichersubsystem: verbessertes DeDup,
  Replikation von LUNs oder Volumes auf Blockebene

• Software Defined Storage fasst lokale Datenträger zu einem Pool zusammen

• viele Verbesserungen in Hyper-V

Windows Server 2012 R2  ( NT 6.3 )

Support: 11/2013 - 09/2018  (Extended: 10.10.2023)

64 - bit

• skalierbar bis 230 CPUs, 4 TB RAM

+ wieder mit Startmenue

+ VHDX statt VHD

+ verbessertes RDP-Protokoll

Windows Server 2012 ( 6.2.9200 / NT 6.2 )

Support: 09/2012 - 09/2018  (Extended: 10.10.2023)

64 - bit

+ Deduplizierung

+ Hyper-V verbessert

• neues Filesystem ReFS (proprietäre MS-Lösung)

- Metro-Oberfläche

Windows Server 2008 R2 ( NT 6.1 )

Support 10/2009 - 01/2015  (Extended: 14.01.2020)

32 / 64 - bit

+ Direct Access

+ Branch Cache

• ohne Itanium - Unterstützung

Windows Server 2008  ( NT 6.0 )
Windows Small Business Server 2011

Support 02/2008 - 01/2015  (Extended: 14.01.2020)

32 / 64 - bit

+ Core Installation

+ Hyper-V kann mehrere virtuelle Instanzen

Windows Server 2003 R2 (NT 5.2)

Support: 2006 - 07/2015

32 / 64-bit

Server Lizenzierung:

• Siehe auch:
- Windows Server Versionsübersicht
- Server Lizenz Aktivierung

• Windows Server Standard 2022
- Installation 1x physikalisch oder 2x virtuell, 2 Hyper-V Container
- Lizenzierung pro Core, ohne Limit
- Zugriffs-CALs (User, Geräte) und RDP-CALs erforderlich
- kein CPU-Limit, max. 24 TB RAM

• Windows Server Essentials 2022
- Installation 1x physikalisch oder 1x virtuell
- max. 1 CPU mit max. 10 Cores (einzige physische Beschränkung)
- keine CALs erforderlich (Limitierung auf 25 User / 50 Geräte)
- RDP-CALs erforderlich wie bei Standard/Datacenter
- muss kein DC sein, aber wenn dann Domain Root
Physisch keine Beschränkungen zu Standard, nur lizenzrechtlich.
Es fehlen keine Serverrollen.
Es gibt keine spezifischen Installationsmedien. Stattdessen wird ein Essentials Edition-Product Key verwendet, um die Standard Edition von Windows Server 2022 zu aktivieren. (DISM /online /Set-Edition:ServerStandard....)

• Windows Server Standard 2019
- Installation 1x physikalisch oder 2x virtuell
- Lizenzierung pro Core, ohne Limit
  (min. 2 CPUs, min. 8 Cores je CPU = 16 Cores)
- Zugriffs-CALs erforderlich
- RDP-CAL ggf. erforderlich
- kein CPU-Limit, max. 24 TB RAM

• Windows Server Essentials 2019
• Essentials-Dashboard und Client-Backup fällt weg
• Essentials-Rolle fällt weg
Nur eine Lizenz pro Unternehmen.
- Installation 1x physikalisch oder 1x virtuell
- Lizenzierung pro CPU
- keine CALs erforderlich (Limitierung auf 25 User / 50 Geräte)
- max. 2 CPUs, max. 64 GB RAM
- kein RDP Sitzungshost

Windows Server 2016
- Lizenzierung pro 2 physische CPU-Kerne (vCPUs bzw. logische Prozessoren in VMs spielen keine Rolle).

  • Für jeden Prozessor ist ein Minimum von 8-Core-Lizenzen erforderlich
  • Für jeden Server ist ein Minimum von 16-Core-Lizenzen erforderlich
  • Core-Lizenzen werden in Zweier-Packs verkauft
  • Server (User)-CAL, RDS-CAL bzw. Right Management CAL sind weiterhin notwendig.
    - Standard Edition: 2 virtuelle Maschinen auf dem selben Server inclusive.

    - MS Preis und Lizenz FAQ

Windows Server 2016 Datacenter
  - max. 64 CPU-Socket, unbegrenzt Cores
  - unbegrenzt virtuelle Maschinen auf dem selben Server inclusive
  - zusätzliche Funktionen für Storage-Replikation, Erweiterungen im Netzwerk-Stack und besondere Virtualisierungs-Fähigkeiten

Server 2016 Essentials
- max. 25 Benutzer bzw. 50 Clients
- max. 64 GB RAM
+ keine User-CAL notwendig
- Lizenz: 1x physisch oder virtuell
- bei Einsatz als DC ist max. 1 Domaincontroller möglich, der muß alle FSMO-Rollen besitzen
+ als Memberserver kann Server Essentials 2016 unbeschränkt einer vorhandenen Domäne beitreten
  Der Wizard ist doof und will immer eine neue Domäne anlegen (siehe Link).
+ Einrichtung ohne Assistent (Registry: RUN löschen) und Essentials-Rollen geht auch als Memberserver
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
- keine Terminalserver-Rolle
- Servername nicht änderbar, wenn Essentials-Rollen konfiguriert sind
- keine Container, Nano-Server, Deduplizierung, Storage Replica
Link: https://www.windowspro.de/wolfgang-sommergut/windows-server-2016-essentials-neuerungen-einschraenkungen-preis

Windows Server 2012
- Lizenzierung pro 2 CPU-Sockel.
- Server (User)-CAL und RDS-CAL sind für Server 2012 und 2012 R2 gleich.
- Standard Edition: 2 virtuelle Maschinen auf dem selben Server inclusive.
- Datacenter Edition: unbegrenzt virtuelle Maschinen auf dem selben Server inclusive.
- Nischenvarianten: Essentials, Foundation, Storage Server.

 

Downgrade-Recht besteht auf alle älteren Versionen mit aktuellem MS-Support.

Siehe auch:
Server Lizenzierung Wissenswertes

OEM Windows Server Lizenzierung - Wissenswertes

Separat im Handel angebotene OEM Lizenzen (Systembuilder und ROK) dürfen in Deutschland ohne neue Hardware gehandelt und bereits existierender Hardware zugewiesen werden. http://www.jurpc.de/jurpc/show?id=20000220

Über den OEM Kanal gibt es KEINE ESD Lizenzen (Key only). Eine OEM Lizenz beinhaltet immer einen Datenträger, einen COA Sticker, einen Aktivierungskey und die Lizenzbedingungen. Achtung vor Lizenz-Piraterie!

OEM Windows Server Lizenzen haben das identische Downgrade-Recht wie OPEN Lizenzen, also unlimitiert. Für die Umsetzung des Downgrades benötigt der Kunde ein OEM Medium mit dazugehörigem Key, beides muss NICHT im Besitz des Kunden sein. Sofern er selbst Zugriff auf das VLSC hat, kann er sich für den eigenen Bedarf Bits und Bytes sowie Keys herunterladen.

Virtuelle Instanzen dürfen auch bei OEM Lizenzierung beliebig oft und ohne zeitliche Beschränkung zwischen ausreichend lizenzierten Hosts verschoben werden. Dies gilt für das Betriebssystem, NICHT für die Serveranwendung.

Windows Server CALs und RDS CALs können JEDERZEIT direkt vom OEM oder über die Distribution erworben werden und erlauben den uneingeschränkten Zugriff in JEDEM Lizenzszenario, unabhängig von Hersteller, Lizenzform oder Hardware. Seit Windows Server 2012 sind KEINERLEI CALs bei OEM Lizenzen beinhaltet. CALs können sowohl für Devices oder User erworben werden.

Software Assurance kann man für OEM Lizenzen und CALs der aktuellsten Version innerhalb von 90 Tagen nach Kauf über OPEN erwerben. Während der Laufzeit wird aus der OEM Lizenz eine VL mit dem Recht auf das VLSC zuzugreifen, die Lizenz alle 90 Tage einem anderen Host zuzuweisen und auf neue Versionen upzugrgden. Nach Ablauf der SA behalten CAL und OS das Nutzungsrecht für die aktuellste Version zum Ablaufdatum der SA. Auch nach Ablauf der SA kann der Kunde das Upgrade durchführen, sollte sich aber während der Laufzeit aus dem VLSC Bits und Bytes sowie Key runterladen, da der Zugriff auf das VLSC ggf. nicht mehr zur Verfügung steht.


Eine Information des
Microsoft Windows Server Kompetenz Club
www.windows-server-kompetenz-club.de

Siehe auch:
Server Lizenzierung
Server Lizenz Aktivierung

von Uwe Kernchen

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